Zeitschrift für ökonomische Bildung Sondernummer, Jahresband DeGÖB 2019/20/ Jahrgang 2020/ DOI: 10.7808/zfoeb.2020.10002.72
Stefan Grohs-Müller, Bettina Greimel-Fuhrmann
Die Bedeutung von Finanzbildung für das Konsumverhalten von Jugendlichen

Artikel als PDF herunterladen

Zusammenfassung

Entsprechend den OECD-Arbeitsdefinitionen für Finanzbildung sind finanziell gebildete Menschen in der Lage, in finanziell geprägten Lebenssituationen eine sachorientierte, gut überlegte und verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen. Konsumentscheidungen stellen solche Lebenssituationen dar, und schon Kinder und Jugendliche treffen eine große Zahl von solchen Entscheidungen und entwickeln damit ein bestimmtes Konsumverhalten. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Bedeutung Finanzbildung für das Konsumverhalten von Jugendlichen hat. Dabei werden drei verschiedene für Finanzbildung relevante Sozialisationsräume und ihre Bedeutung für die Einstellungen zu Geld und drei verschiedene Konsumverhaltensweisen untersucht. Die Ergebnisse zeigen eine große Bedeutung des primären Sozialisationsraums Familie für rationales Konsumverhalten sowie Interesse an Geldthemen. Jugendliche, die weder zu Hause noch in der Schule über Geldthemen sprechen können und für die vielmehr ihre Peers und Werbebotschaften eine große Rolle spielen, neigen deutlich mehr zu demonstrativem und kompensatorischem Konsum.



Abstract

According to the OECD working definitions of financial literacy, financially literate people are able to make informed, reflective and responsible decisions in financially relevant everyday situations. Consumer decisions represent such situations, and children and adolescents already make a large number of consumption decisions which form their consumption behavior. The article explores the importance of financial education for young people's consumption behavior. Three different socialization areas relevant for financial education and their importance for attitudes towards money and three different consumption patterns are examined. The results underline the importance of the primary socialization within the family for rational consumer behavior, the planned and considered handling of money as well as interest in money issues. Young people, who learn little about money at home and/or at school and for whom their peers and advertising messages play a major role, tend to be more prone to demonstrative and compensatory consumption.


Zitieren dieses Beitrages
Grohs-Müller, Stefan/ Greimel-Fuhrmann, Bettina (2020): Die Bedeutung von Finanzbildung für das Konsumverhalten von Jugendlichen. In: Zeitschrift für ökonomische Bildung, Sondernummer, Jahresband DeGÖB 2019/20, 20-39.


Linkdaten:
Direktlink zum Artikel: https://www.zfoeb.de/sondernummer_tagungsband_degoeb_2019_2020/2020_10002_20_39_grohs-mueller.pdf